Donnerstag, 10. September 2009

Essener Seelauf - Der Bericht


Mittwoch Abend einen Wettkampf zu laufen-wie lange ist es her das ich so etwas gemacht habe. Das heißt in der Praxis, vorher arbeiten gehen und hoffen das die Beine nicht zu viel Schaden nehmen um noch voll durchziehen zu können.

Alles schien zu passen. Montag lockerer DL, 40 Minuten mit 1,3 km im Renntempo: 3:26 min/km - getroffen. Dienstag 30 Minuten mit 1 km Renntempo: wieder 3:26 min/km-Super. Beine sind locker. Der Arbeitstag war erträglich. Pünktlich genug raus und ab nach Essen. Dort die Unterlagen abgeholt und lockeres einlaufen. 26 Grad, nicht gerade mein Wetter was bei 5 km aber zu verschmerzen ist. Ich trinke wie ein Ochse. Durst, an jeder Ecke.Am Ende der Einlaufarbeit noch 2 Steigerungen 30 und 50 Sekunden im Renntempo: (Mein Garmin zeigt 3:20-3:24 min/km an) . Alles gut.

Viele bekannte Gesichter. Man ist halt in Essen. Start erfolgte etwa in Höhe des Marathon Zieles, gelaufen wird entgegen der Marathon Strecke bis zum Wendepunkt nach Km 2,5. Wo sind die schnellen Hirsche? Ich sehe Stefan Kulik aus Mülheim, freue mich ihn zu sehen, läuft in etwas meinen Bereich.Aber wo war die Essener Läuferherrlichkeit ? Arbeiten, trainieren, zu warm. Na auf jeden Fall nicht da. Enttäuschung macht sich breit denn was das Starterfeld hergibt scheint auf ein Duell zwischen mir und Stefan hinzudeuten. Ich laufe nicht auf Platz ich will maximal schnell rennen. Peters Zielzeit für mich heißt 17:15.

Start: Eine Handvoll jugendliche Läufer preschen los. ich halte mich zurück und laufe die ersten 200 Meter in meinem Renntempo an. Stefan ist etwa 10 Meter vor mir. langsam komme ich auf und wir laufen Seite an Seite. Nach 500 Metern ist der jugendliche Leichtsinn vorbei. Stefan und ich alleine an der Spitze des Feldes. Mein Garmin gibt das Tempo vor. in etwa 3:20-schneller wollte ich auch nicht anrennen. Km1: 3:21.Super-Beine fühlen sich locker an-fast schon zu locker. es folgt die erste kurze Steigung-nicht wild aber stetig über etwa 150 Meter. Druck machen-hier kann man zeit verlieren wenn man die nur hochrennen möchte. Stefan Losch vom Tusem ist als Führungsradfahrer dabei.Er hält uns dem Rücken frei wenn es darum geht die Inliner am See "zur Seite zu bitten". Km 2:Immer noch Seite an Seite mit Stefan.6:45 min. Zwar etwas langsamer geworden, aber der kurze "Berg" dabei. Bis zur Wende ließ ich Stefan vorlaufen. Der Asphalt auf diesem abschnitt ist mittelmäßig da suche ich mir meinen eigenen weg.

Wende: Schwimmer trainieren diese ja. Ich nicht (mehr). Was zur Folge hatte das Stefan eine Lücke von knapp 5 Metern reißen konnte. Und es kam wie es scheinbar kommen sollte. meine Motivationsschwäche zwischen Km 3 und 4. Da war sie wieder.Km 3: 10:12 (3:27 der letzte) immer noch auf gutem Kurs. Bei der wende konnte man Einsicht nehmen ins Feld, wer kommt nach. Platz 3 war in sicherem Abstand, aber ein Einbruch darf nicht passieren, sonst ist der 2.rang weg. Platz-nein eine zeit will ich laufen. 13:42 min bei Km 4. (3:30)-früher ein schlechter Km über 10 km. Stefan ist zwar noch in Sicht- aber nicht mehr in Reich-und Greifweite. ich lasse Ihn ziehen. Der letzte Km war Zuschauerspalier laufen. Noch eine kurze Beinahekollision mit der 5 x 1 km Staffel die sich ebenfalls auf der strecke befindet und noch ein wenig Slalomlaufen um die Zuschauer und Spaziergänger am See (nur der erste hat Radbegleitung), aber was solls. 17:13 min. Ziel erreicht. Platz 2 und Peter kann meinen Plan anpassen.

Mit der Leistung denke ich das ich auch die 35:30 über 10 km drin habe. Ein guter Test für den Kölner Halbmarathon.

1 Kommentar:

Edgar hat gesagt…

Glückwunsch, Peters Zielzeit um glatte 2 sec getoppt. Na wenn das keine Punktlandung war.