Da Britta aktuell genauso wie Nike flach liegt, liegen bei mir die Nerven blank. Wenig Training weil das Knie aktuell etwas muckt, wenngleich auch nicht schlimm, und die Sorge sich auch einen Infekt einzufangen. Samstag Abend habe ich mich dann aber doch entschieden nach Hamm zu fahren. Anreise gut. Navi sei dank. Die Lokation schön, so kenne ich es aus meinen läuferischen Anfangszeiten. Start und Ziel im Stadion. Einführungsrunde. Drumherum nur die Basics ohne (zu) großen schnick-Schnack. Ich kann sagen das ich mich direkt wohl gefühlt habe.
Die eigene Leistung einzuschätzen war allerdings schwierig. Brittas Greif Plan habe ich mir in den letzten 2 Wochen auf eine Zielzeit von 37 min/10 km umgeschrieben, hatte allerdings die Hoffnung doch eine 36:30 bringen zu können. Also, Ziel: 18:15 min/5 km anzulaufen.
Soweit, so gut. Die letzte Nacht war kalt und auch beim Start waren es 0 Grad. Schon beim Einlaufen merkte ich wie einige Passagen recht glatt waren. Auch die 750 Meter im Stadion sollten da kein Zuckerschlecken werden. das Läuferfeld am start war mir weitesgehend unbekannt. Einzig Roland Steinmetz (RSG Herne) sowie ein Läufer vom Tusem Essen waren mir bekannt und vertraut. Roland sagte auch schon am Start das er sehr vorsichtig starten wird weil die Glätte unberechenbar ist. Vom Start weg ging es 50 Meter auf die Zielgerade um dann wie ein Balettänzer in die komplett vereiste Kurve zu laufen. Streuen auf der Tartanbahn ist halt nicht gesund. Habe ich Verständnis für. Erschreckend war es für mich wie schnell einige Leute anlaufen denen man eher eine 40 statt einer 36 zutrauen sollte. Raus aus dem Stadion-der Untergrund wurde nur mäßig besser. Der erste Km-3:31. na ja. Gefühl, eirig aber locker.Und auch der zweite Km war o.k. Km 3: 10:45 min. -Kurs 35 hoch. So langsam wurde mir mulmig. Gruppe gefunden, aber man merkt doch wie die Rutscherei auf Asphalt oder Schotterwege einem die Kraft aus den Beinen raubt. Km 5: 18:07 min. - sollte doch mit dem Teufel zugehen wenn das keine 36:30 wird. Statusfrage an den Körper-na, wat geht noch? "Nun ja, Andreas...früher bis du schneller angelaufen und warst deutlich lockerer zu diesem Zeitpunkt." ich hätte Ihn nicht fragen sollen. Die Km zogen sich ab diesem Moment. der Schnitt sank in Richtung 3:45-3:47 und das rechnen begann. Die Wende bei Km 8 nun direkt zurück zu Ziel. Das durchzählen der Läufer die vor einem sind vertreibt die Zeit....37...38..39...und du, 40. Puh, bin ich hier beim Bayer Kreuz in Leverkusen. Der Tusem Läufer spornt mich an...setz dich hinten rein. leichter gesagt als getan. Das imaginäre Gummiband. ich hasse diesen Begriff. Aber es reißt nicht...doch....500 Meter vor dem Ziel ist er weg und ich tänzele wieder auf der Tartanbahn wie ein Eiskunstläufer ...Richtung Ziel: 36:56 min. Rang 40 im Lauf derer die gestartet sind. Platz 9 in der M35.Es folgte dann noch der Lauf über M45 und Frauen wo 4 Senioren schneller waren als ich, also Platz 44 im Zwischenklassement.
Ein Begräbnis erster Klasse sieht anders aus, aber dennoch muss ich sagen war es schmerzhaft zu erfahren das die eigene Leistungsfähigkeit nicht so war wie man sie sich wünscht. Was heißt dies...mehr Training wenn der Grippe-Express an mir vorbei gehen sollte. In 2 Wochen stehen die 15 km an. Ich werde 18:30-18:40/5 km anzulaufen. Eine hohe 55 ist das Ziel.
Übrigens nimmt man in Hamm noch die Zeit per EDV mit 2 Zieleinlauf Kanälen. Bei 1100 Läufern selten. Aber, innerhalb von 30 Minuten nach meinem Zieleinlauf hingen schon die ersten Listen. TOP. Ich freue mich auf den 2.Hamm(er).
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